Vor mehr als 130 Jahren zog der Schreiner- und Tischlermeister Ferdinand Gobrecht aus dem Karlshafener Raum nach Kassel und richtete hier seinen Betrieb ein. Schon früh begann er mit der Fertigung von Särgen und dem Transport von Verstorbenen zum Friedhof. Sein Sohn, Karl Gobrecht, Namensgeber des Bestattungshauses, erlernte den Beruf des Sargschreiners und erweiterte mit seiner Frau Elly die Leistungen des Betriebes um die Abwicklung der Formalitäten und Betreuung der Hinterbliebenen. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich das Bestattungsinstitut Karl Gobrecht in der Fünffensterstraße. Die Zerstörungen im 2. Weltkrieg machten einen Neubau notwendig, der auch heute noch als Wohn- und Geschäftshaus besteht. Nach dem Tod von Karl im Jahre 1954 führte dessen Frau mit der gemeinsamen Tochter Renate den Betrieb weiter. Nach dem Tod von Elly Gobrecht im Jahr 1973 übernahm Renate Landsiedel-Gobrecht den Betrieb alleinverantwortlich. Deren Sohn Michael trat im Jahr 1986 in den Betrieb ein und übernahm diesen nach dem Tod seiner Mutter im Jahre 2004 und führt ihn mit seiner Frau bis heute. Auch die nächste Generation hat bereits Interesse an einer Fortführung des Familienbetriebes bekundet und arbeitet schon tatkräftig mit.